Orientierungslauf-Nachwuchsweltklasse in Graz
Mehr als 60 Nachwuchsorientierungsläufer/innen aus Finnland und Österreich besuchten im Rahmen eines 2-wöchigen-Sommertrainingslagers in Mitteleuropa auch Graz, um die hervorragenden Trainingsbedingungen für den Orientierungslauf nutzen zu können.
Der finnische Orientierungslaufklub SK Vuoksi - Partnerverein des Orientierungslaufclub (OLC) Graz - aus Imatra im Südosten Finnlands (nahe der russischen Grenze) wurde nicht zuletzt aufgrund seiner großen Erfolge im Nachwuchsbereich 2010 zum Sportverein des Jahres in Finnland gewählt (für alle Sportarten). Von österreichischer Seite nahmen am Trainingsaufenthalt Läufer/innen des österreichischen und steirischen Orientierungslaufkaders teil.
Die Hauptverantwortlichen waren von finnischer Seite Anssi Juutilainen, der vielfache ehemalige Ski-OL-Weltmeister, und von Seiten des StOLV Vizepräsident Günter Kradischnig.
Auf Seiten des SK Vuoksi nahmen mehrere Medaillengewinner bei Nachwuchswelt- und –europameisterschaften teil. Aushängeschild des von Günter Kradischnig geleiteten Orientierungslauf-Trainingszentrums Graz ist derzeit der Salzburger Robert Merl. Er konnte Anfang Juli als erster Österreicher einen Bewerb der Juniorenweltmeisterschaften im Orientierungslauf in Polen gewinnen. Mit einer weiteren Silbermedaille und einem vierten Platz in den anderen beiden Einzelbewerben war er der dominierende Läufer dieser Weltmeisterschaften.
Mit tatkräftiger Unterstützung der Steirischen Landessportabteilung und der zuständigen Jugendabteilungen des Landes Steiermark ist es auch gelungen, eine EU-Förderung für diese Aktivität des Steirischen Orientierungslaufverbandes zu erhalten. Die Sportler/innen nahmen in den zwei Wochen gemeinsam am 6-Tage-OL in Wiener Neustadt teil und verbrachten dann einige Trainingstage in Graz und in Slowenien.
Dem Titel der Begegnung "Move Your Body – Move Your Mind (Begegnung mit Bewegung)" folgend fand neben dem sportlichen Programm auch in Workshops ein Austausch zu aktuellen Themen wie "Schule, Studium und Sport in Finnland und Österreich" und ein vertieftes Kennenlernen der Teilnehmer/innen und der beiden Länder statt. Die Kommunikation zwischen den Jugendlichen erfolgte in englischer Sprache.
Diese Aktivität ist nicht nur ein Beispiel für die völkerverbindende Rolle des Sports, sondern auch dafür, dass Sport nicht nur körperliche Fitness sondern auch inhaltlichen Austausch von Jugendlichen initiiert und fördert.
Günter Kradischnig
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