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Weltcup-Finale Schweiz: Platz 11 für "Kerschi" im Gesamt-Weltcup
La Chaux-de-Fonds am 1./2.Oktober 2011
Beim PostFinance Sprint in der französisch sprechenden Schweiz klassiert sich Gernot Kerschbaumer im Mitteldistanz-Wettkampf als Achter zum dritten Mal in Folge in den Top Ten. Den Weltcup 2011 beschliesst der Pinkafelder auf dem sensationellen 11. Rang.
Nur eine Woche nach dem dritten Weltcup-Block im tschechischen Liberec fand am ersten Oktoberwochenende in der Schweiz das grosse Finale 2011 statt. Der PostFinance Sprint – bestehend aus einem Mitteldistanz-OL und einem Sprint – bildete zum fünften Mal in Folge einen würdigen Abschluss. Bei den Weltcup-Events Nummer 9 und 10 war mit wenigen Ausnahmen die Top-Elite komplett vertreten. Bei den Herren konnte nur noch Thierry Guergiou den aktuellen Leader Daniel Hubmann gefährden. Bei den Damen hingegen war das Rennen ziemlich offen und dementsprechend sehr spannend. Am Start war auch ein Österreicher-Quintett mit Gernot Kerschbaumer, Markus Lang und Helmut Gremmel sowie den beiden Damen Ursula Kadan und Laura Ramstein.
Kerschbaumer überzeugt erneut
Das Wochenende fand im Kanton Neuenburg in der französisch sprechenden Schweiz statt. Im Jahr vor der Heim-WM in Lausanne wollten die Schweizer Veranstalter regional einen Akzent setzen, den Teilnehmern aber auch Einblick geben in das zu erwartende Gelände. Die äusseren Bedingungen waren perfekt. Auch die Organisation liess keine Wünsche offen. Nahezu wunschlos zufrieden zeigte sich am Samstag nach dem Mitteldistanz-OL auch Gernot Kerschbaumer. "Ich bin noch besser gelaufen als vor Wochenfrist in Tschechien", sagte Kerschi im Ziel. Er fand im schwierigen Startteil einen guten Rhythmus. Später folgten drei längere Teilstrecken, bei denen er jeweils bis 30 Sekunden einbüsste. Rang 9 mit 1'33" Rückstand auf Weltmeister Guergiou ist aber wiederum eine Topleistung und eine Bestätigung der Resultate in diesem Sommer.
Zu hohe Hürde
Der Wettkampf vom Samstag entschied über das Teilnehmerfeld vom abschliessenden Sprint-Finale vom Sonntag. Dieser war den besten 40 Damen und Herren vorbehalten. Um diese Limite erreichen zu können, hätten vor allem Markus Lang und Helmut Gremmel "Berge versetzen" müssen. "Mit einem Rang unter den ersten Zehn hätte es vielleicht geklappt", sagte Lang nach dem Wettkampf. Mit zwei zeitraubenden Fehlern im Mittelteil schmolz aber diese Chance wie die Schweizer Schokolade an der Sonne: Rang 72 mit rund 20 Minuten Rückstand. Helmut Gremmel kam nach der Nordic Orienteering Tour und dem Wochenende in Tschechien zu seinem dritten Weltcup-Einsatz. Er wurde 68. Ursula Kadan tat sich im Startteil ziemlich schwer und kam – trotz guten Phasen im weiteren Verlauf des Wettkampfes – nicht über einen 44. Rang hinaus. "Das war eindeutig zu wenig. Ich hätte heute punkten müssen, um meine Position im Weltcup verbessern zu können", sagte sie enttäuscht. Die Juniorin Laura Ramstein war die Fünfte im Bunde. Die Einheimische freute sich über die Startmöglichkeit im Feld der Weltspitze. Sie klassierte sich im 63. Rang.
Viel Laufarbeit beim Sprint
Der Sprint vom Sonntag fand in La Chaux-de-Fonds statt. Die Uhrenmetropole bildete im August 2010 das Zentrum der Senioren-WM und war zugleich Austragungsort der Sprint-Qualifikation. Selbst die Schweizer wurden damals von der Komplexität des Geländes überrascht. Die Bahnleger vom PostFinance Sprint konnten deshalb annehmen, dass sie die Cracks kaum aufs Neue überraschen könnten. Sie liessen deshalb die von allen erwarteten Routenwahlentscheidungen weg, womit ihnen die Überraschung natürlich perfekt gelang. Der Sprint wurde in der Folge zu einer Fleissarbeit, bei der vor allem die Schweizer mit 6 Läufern unter den Top Ten oben aus schwangen. Gernot Kerschbaumer wollte zu Posten 16 dem Treppensteigen ausweichen und nahm dazu einen Umweg in Kauf. Das zahlte sich jedoch nicht aus. Der Zeitverlust von 20 Sekunden kostete ihn 12 Ränge und warf ihn zwischenzeitlich auf Rang 32 zurück. Mit einem starken Finish beendete er den Lauf schliesslich auf Rang 24. Am WM-Sprint in Annecy wäre Kerschbaumer mit 68 Sekunden Rückstand mindestens 15. geworden. So stark war der PostFinance Sprint in La Chaux-de-Fonds besetzt. 34 weitere Weltcup-Punkte festigten die Position von Kerschi in der Gesamtwertung: 246 Punkte und Rang 11!
Grosses OL-Fest
Beide Weltcup-Anlässe waren eingebettet in ein nationales OL-Weekend mit jeweils rund 1.500 Teilnehmern. Vor allem am Sonntag sorgten viele von ihnen als Zuschauer für die seit 2007 (Stein am Rhein) bekannt gute Stimmung. Im nächsten Jahr findet der PostFinance Sprint ausnahmsweise bereits im Juni als Warm-up zur OL WM 2012 Lausanne statt. Gastgeber ist die Region St.Gallen und Appenzell.
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 Gernot Kerschbaumer beim harten Aufstieg zu Posten 17
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Bericht Middle-Bewerb
Mario Ammann
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