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Weltcup Tschechien: Ein weiteres Top-10 Ergebnis für Kerschi
Liberec am 24./25.September 2011
Langdistanz mit Jagdstart, das Orientierungslauf Weltcuprennen in Tschechien entwickelte sich zu der erwartet harten Angelegenheit. Gestartet wurde aufgrund des Mitteldistanzergebnisses vom Vortag, wodurch Gernot Kerschbaumer auf Rang drei liegend eine sehr gute Ausgangsposition hatte. Doch da die Zeitabstände sehr gering waren, war klar, dass es schon bald nach dem Start zu Gruppenbildungen kommen wird. Und so kam es auch.
"Kerschi" fand sich am Ende der langen Route zum ersten Posten bereits in einer größeren Gruppe, war aber schon ein paar Plätze zurückgefallen, weil eine andere Gruppe eine bessere und somit schnellere Route erwischte. Danach gelang ihm aber ein solider Lauf, leistete in seiner Gruppe auch sehr oft Führungsarbeit und traf bei den verbleibenden Routenwahlen durchwegs gute Entscheidungen.
Drei Mal kam ein Gabelsystem zur Anwendung, damit die Läufer getrennt werden sollten. Den letzten "Schmetterling" – die Läufer laufen die Postenschlaufen in unterschiedlicher Reihenfolge an – meisterte Gernot gut und kämpfte sich an sehr guter neunter Position liegend den letzten steilen Anstieg zum Ziel hoch. Im Ziel nach einer Stunde und 48 Minuten angelangt, konnte "Kerschi" mit dem neunten Endrang ein weiteres Spitzenergebnis im Weltcup erzielen.
"Mit dem Resultat bin ich im Endeffekt sehr zufrieden. Natürlich war ich beim ersten Posten etwas verärgert, konnte dies aber gut wegstecken und danach sowohl technisch als auch physisch einen guten Lauf hinlegen", freute sich Gernot über ein weiteres Top-10 Resultat.
An der Spitze setzte sich der Schweizer Marc Lauenstein durch, der von Platz 14 aus startend sämtliche andere Läufer überholte. Dicht dahinter landeten der Franzose Thierry Gueorgiou und der Finne Topi Anjala auf den Plätzen.
Auch die weiteren Österreicher zeigten beherzte Läufe und kämpften um jede Sekunde. Erik Nilsson-Simkovics belegte schlussendlich den 49. Platz, Helmut Gremmel den 52., Christian Wartbichler den 55., Robert Merl den 58. und Markus Lang den 62. Rang.
Bei den Damen erreichte Ursula Kadan als 45. das Ziel. Hier siegte die Finnin Minna Kauppi, vor der Tschechin Dana Brozkova und der Schwedin Tove Alexandersson.
"Ein Langdistanzrennen mit Jagdstart gehört zu den härtesten Rennen, die wir im Orientierungslaufweltcup haben. Unsere Läuferin und Läufer haben an beiden Tagen hart gekämpft und tollen Einsatz gezeigt", analysierte Trainer Libor Zridkavesely, der seine Erfahrung in seinem Heimatland gut weitergeben konnte.
Nach wenigen Tagen der Erholung steht kommendes Wochenende das Weltcupfinale in der Schweiz am Programm.
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Stand im Weltcup
Gernot Kerschbaumer
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