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WOC Mitteldistanz: Siege wieder für Frankreich und Schweden
Savoie Grand Revard vom 10.-20.August 2011
Beim heutigen Mitteldistanz-Finale gab es aus österreichischer Sicht keine Überraschungen. In dem technisch erneut sehr herausfordernden Gebiet schlugen sich die beiden österreichischen Vertreter Gernot Kerschbaumer (17.) und Robert Merl (25.) gut, wenn auch nicht so herausragend, wie von beiden gewünscht. Bei den Damen hatte es leider keine Österreicherin ins Finale geschafft.
Die große Hitze machte allen zusätzlich zu schaffen. Während Österreichs Militärweltmeister nach unsauberem Start ein sehr ambitioniertes Finish zeigte, das in letztendlich wieder in die Top 20 brachte, war Junioren-Weltmeister Robert Merl von Anfang an nicht sehr zufrieden "Ich habe heute nicht in den Lauf gefunden, das war nicht mein Tag". Erstaunlich aus österreichischer Sicht ist dabei eigentlich nur, dass vor ein paar Jahren ein 25. Platz für einen Junior bei seiner ersten WM noch eher für allgemeine Zufriedenheit gesorgt hätte. Gut, dass das nicht mehr so ist, obwohl die Ergebnisse des Teams objektiv betrachtet besser werden.
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Robert Merl im Zielsprint zu Platz 25
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Wie sah es nun bei den Medaillen-Entscheidungen aus? Auch hier gab es eigentlich keine Überraschungen - zumindest was Siegerin und Sieger anbelangte. Bei den Damen waren auch am dritten Finaltag die Schwedinnen nicht zu schlagen. Helena Jansson komplettierte ihren Medaillensatz nach Silber im Sprint und Bronze in der Langdistanz mit Gold über die Mitteldistanz und bescherte damit Schweden den dritten von bisher drei möglichen Weltmeistertiteln bei den Damen in dieser WM-Woche. Silber ging an die überglückliche Juniorin Ida Bobach aus Dänemark, die sich bereits bei der Junioren-WM dieses Jahr drei Titel geholt und mit einer Sonderleistung die Damenstaffel nach katastrophalem Start noch zu Bronze gelaufen hatte. Mindestens genauso glücklich wie die beiden vor ihr platzierten wirkte aber eindeutig die Schweizerin Judith Wyder, die mit einer sehr starken Vorstellung Bronze holte. Auch diese Medaille war nichts für schwache Nerven. Virtuell gejagt von der hinter ihr gestarteten Minna Kauppi, in einer Einspielung der überblendeten GPS-Tracks am Videoscreen, im Ziel für alle unter Hochspannung zu verfolgen, reichten letztendlich 8 Sekunden Vorsprung, um die mehrfache finnische Weltmeisterin in Schach zu halten. Frenetisch von ihrem Team gefeiert wurde Wyder mehrfach in die Luft geworfen, um sich schließlich mit ein paar zerdrückten Freudentränen den schon wartenden Kameras und Mikrophonen zu stellen.
Bei den Herren ließ sich "Mister Mitteldistanz" Thierry Gueorgiou nach seinem gestrigen so lange ersehnten Sieg über die Langdistanz die 7. Goldmedaille in seiner Lieblingsdisziplin nicht nehmen. Sein Vorsprung von knapp 2,5 Minuten auf den Silbermedaillengewinner Peter Öberg aus Schweden war eine Machtdemonstration des Franzosen in seiner Heimat. Den Bronzemedaillengewinner und Vorjahressieger Olav Lundanes (Norwegen) trennten dagegen nur 2 Sekunden Rückstand vom 2. Platz.
Für den morgigen Abschlussbewerb, die Staffel, hat Österreichs Nationaltrainer Rolf Gemperle gemeinsam mit dem Team eine offensive Aufstellung gewählt. Bei den Herren soll Wolfgang Siegert mit einem soliden Lauf in dem technischen Gebiet für eine gut Ausgangsposition sorgen und Routinier Gernot Kerschbaumer auf der zweiten Strecke Schlussläufer Robert Merl soviel Polster wie möglich mitgeben, um jedenfalls die angestrebte Top 15 Platzierung verwirklichen zu können. Für die Damen gilt dasselbe Ziel mit Juniorin Julia Bauer auf der Startstrecke, die dann an Elisa Elstner übergeben wird. Hier soll Ursula Kadan als dritte Läuferin das angestrebte Ziel sicherstellen. Ob es gelingt, ist auch morgen wieder live im Internet mit zu verfolgen.
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 Das österreichische Team
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Homepage WOC2011
Mitteldistanz: Ergebnis, Splits & Karten
Florian Elstner
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 Live am Videoscreen: Gernot Kerschbaumer am Start
 Robert Merl
 Österreichischer Fanclub am Durchlauf nach 3/4 der Strecke
 Flying Kerschi
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