|
WOC Sprint: Robi Merl starker 7.
Savoie Grand Revard vom 10.-20.August 2011
Die ersten Medaillen bei der WM sind vergeben und beinahe hätte Robert Merl (ASKÖ Henndorf) das erste Diplom für Österreichs OL Herren bei einer WM erkämpft. Aber auch mit dem siebten Platz erzielte er das beste Ergebnis für Österreichs Herren aller Zeiten. Und das noch als Junior.
Wie üblich ist der Tag mit der Sprintentscheidung der Ereignisreichste, denn mit Qualifikation am Vormittag und Finale am Nachmittag haben nicht nur die Organisatoren alle Hände voll zu tun. Vor allem nach der Qualifikation ging es hektisch zu, denn 20-30 LäuferInnen wurden aufgrund von Belaufen bzw. Überqueren verbotener Flächen disqualifiziert. Das Qualifikationsgebiet war zweigeteilt. Zuerst ging es steil bergauf und bergab im dichten Stadtpark, bevor die Gassen der Innenstadt belaufen wurden. Erfreulicherweise überstanden wieder gleich drei ÖsterreicherInnen die Qualifikationshürde. Bei den Damen waren dies Julia Bauer (SKV OLG Dt. Kaltenbrunn) und Ursula Kadan (TV Fürstenfeld), bei den Herren Robert Merl. Elisa Elstner (ASKÖ Henndorf) scheiterte ebenso wie Markus Lang (HSV Pinkafeld) und Christian Wartbichler (ASKÖ Henndorf).
Das Finale wurde in der charmanten Innenstadt von Chambéry ausgetragen. Viele schmale, teilweise überdachte Durchgänge erinnerten an Venedig. Ebenso die zahlreichen Zuschauer und Passanten. Zuerst waren die Damen an der Reihe. Links, rechts, kreuz und quer, manche Passanten hatten es schwer. Was geschieht hier rundherum? Die Schwedinnen wirbelten am schnellsten durch die Stadt. Sämtliches Edelmetall durften sie sich umhängen. Linea Gustafsson siegte vor Helena Jansson und Lena Eliasson. Julia und Ursi brauchten sich aber keinesfalls verstecken. Julia, ebenfalls noch Juniorin, verbuchte ihre ersten Weltcuppunkte mit dem 31. Rang. Ursi lag knapp hinter ihr auf dem 33. Platz.
|
 Robert Merl am Final-Start
|
Kurze Zeit später düsten die Herren durch die Passagen und Gassen, am Schloss vorbei. Mittendrin statt nur dabei, Robert Merl. Es gelang ihm stets die Kontrolle zu behalten und immer gut vorauszuplanen. Seine Routenwahlentscheidungen konnten sich sehen lassen. Als 24. gestartet, nahm er zunächst den zweiten Platz hinter Graham Gristwood ein. Der vermeintlich Führende, Jerker Lysell, wurde mit Spitzenbestzeit disqualifiziert, weil er einen Posten überlief.
|
 Zuschauerposten
|
Je länger das Rennen andauerte, desto deutlicher wurde, dass Robi ganz vorne mitmischen wird, denn viele Topfavoriten klassierten sich hinter ihm. In einer eigenen Liga lief diesmal Daniel Hubmann, der sich nun endlich auch im Sprint-Weltmeister nennen darf. Er siegte souverän vor dem Schweden Anders Holmberg und dem Schweizer Titelverteidiger Matthias Müller. Vor Robi waren nur noch Graham Gristwood (GBR), Ionut Zinca (Romänien) und Matthias Merz (Schweiz) zu finden.
|
 Zielsprint
|
Im österreichischen Team herrschte Jubelstimmung und lässt auf weitere erfolgreiche WM-Tage hoffen.
Homepage WOC2011
Sprint: Ergebnis, Splits & Karten
Gernot Kerschbaumer
|
|

Ursula Kadan
Julia Bauer
Elisa Elstner
Christian Wartbichler
Markus Lang
|