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WOC Staffel: Österreichische Ergebnisse gemischt - Siege für Frankreich und Finnland
Savoie Grand Revard vom 10.-20.August 2011
Bei der letzten Entscheidung im Rahmen der WM der Orientierungsläufer, der Staffel, gab es vom Ergebnis her gesehen den gewünschten Top 15 Platz, nämlich den 14. für die österreichischen Herren. Bei den Damen wurde mit einem 21. Platz leider nichts aus dem angestrebten Ziel. So gesehen zeigte sich das Team nicht ganz zufrieden mit den Leistungen. Denn nicht nur bei den Damen, auch bei den Herren wäre heute wieder mehr drinnen gewesen.
Wer aber am Videoscreen die GPS-Tracks wohl einer der spannendsten Staffelentscheidungen der letzten Jahre mitverfolgen konnte, erkannte, dass es auch für die arrivierten Nationen heute ein Auf und Ab der Gefühle gab. Noch auf den letzten Posten der Schlussläuferinnen konnte man bei den Damen unglaubliche Fehler und Suchaktionen der Topleute sehen, so dass wenige Minuten vor dem Ende Führende (wie z.B. die Schweiz) sich plötzlich nicht einmal mehr in den Diplomrängen wieder fanden. Das beste Ende hatten am Schluss die Finninnen, denen Minna Kauppi in einem spannenden Zielsprint Gold bescherte. Das war für sie auch gleichzeitig die Versöhnung mit diesem Laufgebiet, bei dem sie auf der Langdistanz aufgeben musste, nachdem sie nicht einmal den ersten Posten gefunden hatte und auf der Mitteldistanz um nur 8 Sekunden an Bronze vorbeigelaufen war. Knapp dahinter sicherte Dana Brozkova den Tschechinnen Silber und Annika Billstam den Schwedinnen Bronze, die damit den ewigen Rekord mit 28 Medaillen en suite seit Durchführung von Orientierungslauf-Weltmeisterschaften abermals knapp aber doch bewahrten. Die beste Leistung aus österreichischer Sicht lieferte die für den OLC Graz startende Estin Liis Johanson, die heute ihren Betrag zum 6. Platz für die Baltinnen lieferte.
Bei den Herren war die Sache dann für die Sieger etwas klarer. Der König dieser Heimspiele Thierry Gueorgiou sicherte im 4. Anlauf seinen Franzosen endlich Gold mit einem Gewaltvorsprung von über 4 Minuten auf die zweitplatzierten Norweger und drittplatzierten Schweden, mit denen er nach der Übergabe noch gemeinsam weggelaufen war. Dennoch zitterte wohl trotzdem nach dem letzten Durchlauf in der Zielarena der eine oder andere Fan, dass "Tero" nicht wieder ein Unglück wie ein Bienenstich (2008), eine Rettungsaktion für einen verletzten Laufkollegen (2009), oder das Überlaufen des vorletzten Postens (2010), ereilen würde. Dieses Schicksal traf übrigens heute den todunglücklichen Italiener Mikhail Mamleev, der damit einen Diplomrang für die sensationellen Azzuri, mit Wahlösterreicher und Startläufer Klaus Schgaguler verhinderte.
Für die Österreicher sah es heute bei den Damen zunächst nicht so optimal aus, nachdem Julia Bauer schon zum ersten Posten einigen Rückstand aufbaute. Mit einem sehr beherzten Lauf schaffte sie es aber dann doch noch, Elisa Elstner als 18. und mit ein paar Läuferinnen in Sichtweite loszuschicken. Die Henndorferin hatte dann auch einen optimalen Start, lies bald Läuferin um Läuferin hinter sich und konnte vor allem beim Durchlauf bei der Zielarena als 13. schon einigen Vorsprung auf die letzte Schleife mitnehmen. Ein schwerere Fehler dort ließ diesen Vorsprung dann wieder schmelzen, sodass sie zwar nach Plan auf dem 14. Rang an Ursula Kadan übergeben konnte, allerdings mit einem Paket von 5 Läuferinnen im Schlepptau. Die sonst so verlässliche Ursi hatte dann leider einen rabenschwarzen Tag erwischt, der ihr schon im ersten Teil des Rennens große Zeitverluste bescherte. Aber abgerechnet wird ja bei der Staffel immer gemeinsam am Schluss, und letztendlich hätte es jede der 3 Damen heute in der Hand gehabt, ohne Fehler das Ziel Top 15 zu erreichen.
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 Elisa Elstner auf dem Weg zu Zwischenrang 14
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Die Herren schafften zwar ihr Ziel mit dem 14. Platz, dennoch war auch hier der eine oder andere Fehler Hinderungsgrund für ein durchaus mögliches noch besseres Ergebnis. Wolfgang Siegert hatte als Startläufer so wie Julia ebenfalls im ersten Teil Probleme, kam dann aber in den Lauf und übergab als 18. mit Platz 15 noch in Sichtweite an Gernot Kerschbaumer. Der hatte ebenfalls am Anfang seine Probleme, um dann allerdings mit einem sensationellen Finish und der insgesamt 7. Zeit auf seiner Strecke als 15. an Robert Merl zu übergeben. Der Henndorfer schaffte es dann, mit einem sehr guten Start sogar den 5 Minuten vor ihm gestarteten Dänen zu überholen und sich auf den 13. Platz vorzuarbeiten, musste aber mit zwei groben Schnitzern nach dem Durchlauf diesen wieder ziehen lassen und den 14. Platz dann noch quasi im Zielsprint retten.
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 Robert Merl auf dem Weg zu Endrang 14
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Die WM der Orientierungsläufer ist vorüber - ab sofort richtet sich der Blick auf die WM der MTB-Orientierer in Italien.
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Florian Elstner
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 Julia Bauer
 Ursula Kadan
 Wolfgang Siegert
 Gernot Kerschbaumer
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