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Nordic Orienteering Tour – zum Abschluss Weltcuppunkte für Kerschi

Kamen bisher die Sprinter auf ihre Rechnung, bot dieser Wettkampf feinen finnischen Wald mit Steinen, Felsplatten, Dickicht, leicht übersehbare kleine Wege und auch 400 Höhenmeter auf den 12,8 km bei den Herren. Zusätzlich zeigte sich das Wetter abermals von seiner sonnigen Seite und brannte knappe 30 Grad auf die Turku Schären herunter.

Um nicht nur blind nachlaufen zu können, waren auch wenige Gabelungen in die Strecke eingebaut. Aufgrund der Bonussekunden, die auf den ersten vier Etappen an die jeweils schnellsten 30 verteilt bzw. gutgeschrieben wurden, waren die Abstände etwas größer als rein nach Laufzeiten, aber immer noch knapp genug, um einige Plätze gutmachen oder verlieren zu können. Jedenfalls musste man sich keine Sorgen machen, einen gewöhnlichen Einzellauf bestreiten zu müssen.  Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) trennten als 35.nach den vier Bewerben zum Beispiel fünf Minuten auf den sechsten Platz.

So weit ging es für ihn natürlich nicht nach vorne, aber immerhin konnte er sich auf den 28. Platz vorkämpfen. „Wie bei einem Jagdstartrennen üblich, wurde vom Anfang bis zum Ende ein sehr hohes Tempo gelaufen. Bis auf einen kleinen Fehler gelang mir ein orientierungstechnisch guter Lauf. Körperlich war es ok, aber nicht so gut wie ich es gerne hätte. Es ging jedenfalls während der Tour aufwärts und ich hoffe, noch eine Stufe bis zur WM zulegen zu können“, analysierte Gernot.

Robert Merl (ASKÖ Henndorf) startete als 43. und beendete die Tour auf dem 44. Gesamtrang: „Heute ließ mein Körper einfach nicht mehr zu. Es machte aber jedenfalls Spaß in diesem Gelände zu laufen.“

Markus Lang (HSV Pinkafeld) verbesserte sich vom 58. Auf den 49. Platz: „Anfangs benötigte ich etwas Zeit um gut ins Rennen zu finden, aber die zweite und dritte Schleife gelangen mir dann ganz gut.“

Erik Nilsson-Simkovics (OLC Wienerwald), als 61. startend, beendete die Tour auf dem 54. Platz: „Nach meiner Ellbogen-Verletzung war ich froh, überhaupt an der Tour starten zu können. Ansonsten hätte ich mir mehr erhofft. Ich bin aber überzeugt, dass es weiter aufwärts geht.“

An der Spitze gab es nichts Neues. Die Schweizer durften sich sowohl bei Damen als auch Herren, dank Simone Niggli und Daniel Hubmann, über den Gesamtsieg freuen. Die Männer brachten gleich fünf Eidgenossen unter die ersten sechs. Daneben verbuchte Matthias Müller noch die Tagesbestzeit (Tanya Ryabkina bei den Damen).

Für die Gesamtwertung gab es, nach verminderten Punkten auf den ersten vier Etappen, doppelte Weltcuppunkte.

„Die Tour hat gezeigt, wie knapp und hart es im internationalen Geschäft zur Sache geht und dass ein entsprechendes Laufvermögen unumgänglich ist, will man sich regemäßig weiter vorne klassieren. Und wie es um dieses bestellt ist, kann man im Rahmen der Tour am Einfachsten bei den Sprintbewerben beobachten. Bis auf Roberts tollen elften Platz können wir zusammenfassen , dass wir uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen brauchen.  Die diesjährige Auflage war aber auch die bisher am besten besetzte Nordic Tour. Im Unterschied zu den Weltcups dürfen bei der WM auch die „großen“ Nationen nur drei Starter pro Disziplin stellen. Kein Grund sich auszuruhen, aber relativiert die Ergebnisse im WM-Vergleich“, so Kerschis Meinung.

Die österreichische Tour-Delegation reist nun zum WM-Ort Vuokatti weiter, wo sie auf weitere KaderathletenInnen und Trainer treffen wird, denn schon am Montag und Dienstag stehen Mittel- und Langdistanz WM-Selektionslauf am Programm (nach dem Sprint in Kufstein). Danach wird bekannt gegeben, wer rot-weiß-rot vom 7. bis 13. Juli bei der WM vertreten wird.

Fotos: Gernot Kerschbaumer

Ergebnisse unter www.nordicorienteeringtour.com

von Gernot Kerschbaumer in Leistungssport OL

9. Juni 2013