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Es geht doch – und wie!

Alles war perfekt organisiert und im österreichischen Team herrschte beste Stimmung.  Zu sehen gab es wieder Topleistungen und Athleten und Athletinnen, die gleich beim Start in die Karte finden, also in Windeseile einloggen und dann die Bahn sozusagen wie auf Schienen computergesteuert absolvieren, ohne nur einen Augenblick zu zögern, oder das Tempo zu drosseln. Phänomenal!

Doch nur wenige Nationen haben LäuferInnen, die so ein Können und hohes Niveau erreichen, was der heutige Medaillenspiegel zeigt. Sechzehn von achtzehn Medaillen teilen sich drei Nationen: Russland, Norwegen und Schweden. Eine Medaille ging an die Schweiz und eine an Bulgarien.

Viele Lorbeeren und lobende Worte steckten aber auch unsere Sportler ein. In einem technisch so anspruchsvollen Gelände, mit einem Wirrwarr von kleinen Spuren (heute aber griffiger als gestern!) und praktisch keinerlei Orientierungshilfen, den Lauf so hinzubekommen, dass die Zeitabstände zu den Besten die Erwartungen übertreffen, damit haben sie sich selbst belohnt!

Anna Nilsson Simkovics erreichte mit Platz 23 beinahe einen Top 20 Platz. Sie startete  bewusst ein wenig zurückhaltend und beendete ihren Lauf ohne technischen Fehler. Lisa Pacher verfolgte die gleiche Taktik. Nachher meinte sie, sie hätte ein wenig mehr Vertrauen haben sollen. Sie liebt technisch anspruchsvolle Herausforderungen und zeigte, was in ihr steckt.

Ebenso ein gutes Ergebnis fuhr Tobias Kugler ein – Platz 23. Er fand zu Beginn ziemlich schwer in die Karte, aber dann lief es wie am Schnürchen. Er ist ein exzellenter Skater, für den solch fein – und schmalmaschiges Spurennetzwerk noch ziemliches Neuland ist. Für ihn sind diese Erfahrungen extrem wichtig.

Adrian Wickert ging total unbeschwert ins Rennen, schaffte es, stets mehrere Kreuzungen vorauszuplanen und geht heute Abend sichtlich relaxed schlafen. (Leider brauche ich mit dem Bericht zu lange!!!) Eine gelungener Einstieg in  das erste Elitejahr!

Unsere beiden W17 Starterinnen Antonia Erhart und Lisa Krimbacher schwärmen vom hohen technischen Anspruch und machten ihre Sache echt gut. Antonia hatte keinerlei Probleme, die Aufgabe zu lösen und freut sich sehr über Rang 27. Lisa brauchte am Anfang ein wenig länger um richtig loszulegen. Sie wird sich dann morgen bei der Langdistanz leichter tun.

Ebenso berichten Stephan Varga und Johannes Kugler. Es ist zu Beginn echt nicht leicht hineinzufinden. Überhaupt wenn man zu viel will. Dann passiert es so schnell, dass man darüber hinausreitet, wie es vor allem bei Johannes der Fall war. Aber es gelang ihm, sich wieder zu fangen und den Lauf okay zu Ende zu führen. Stefan vermasselte bedauerlicherweise die Schlussschleife.

Gar nicht laufen wollte es heute Bernhard Kogler. Dafür befasst er sich nun gerade mit einer schwierigen logistischen Aufgabe. Drei österr. Schisäcke mit Ersatzmaterial so zu bestücken, damit man für alle Fälle der Fälle gerüstet ist. Denn morgen ist Langdistanz.

von Karin Lugsteiner in Alle News

11. Februar 2015