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JWOC Rauland/Norwegen: Vorbereitung und Sprint

Das ist aber nicht weiter besonders, denn hier im Norden Europas bleibt es im Sommer die ganze Nacht dämmrig, was uns allen noch immer kleinere „Zeitgefühlprobleme“ beschert.

Die Tage vor dem ersten Wettkampf am Sonntag waren eine perfekte Vorbereitungszeit. Trainings auf wettkampfähnlichen Karten erleichterten uns die Eingewöhnung auf das norwegische Terrain. Dazwischen entspannten wir uns entweder mittels hervorragender Mittags- und Abendmenüs, Massagen oder ließen uns von dem Panoramaausblick aus unserer 15-Personen-Hütte verwöhnen.

Somit war alles angerichtet für den ersten Wettkampf am Sonntag- dem Sprint –  im kleinen Ort Åmot 20km südlich des Wettkampfzentrums. Das Gelände gestaltete sich anders als erwartet: überraschend knifflig wegen künstlich aufgestellter Zäune, nicht nur zum „Tempo polzen“ sondern zum genauen Überlegen der Routenwahlen und zum unendlichen Quälen am Ende der Strecke.

Die ersten Reaktionen aller unserer LäuferInnen hatten gemeinsam, dass der Sprint läuferisch äußerst fordernd war.  Dies kann man auch auf die etwas längeren Laufzeiten zurückführen, die bei allen österreichischen LäuferInnen zwischen 16 und 19 Minuten lagen.

Bei den Damen war Hanni Trummer mit ihrem Lauf im Großen und Ganzen zufrieden. Sie konnte auch die beste österreichische Platzierung der Damenwertung erreichen (56. Platz). Martina Walch (61. Platz) haderte etwas mit den schwer erkennbaren Durchgängen und konnte deswegen ihre volle Laufgeschwindigkeit nicht ganz auskosten. Anika Gassner und Carina Polzer nagten auf der Schlussrunde an ihren Reserven und landeten schlussendlich am 76. und 99. Platz.

Auch bei den Herren lief der Wettkampf nur teils nach Wunschvorstellung. Die beste Platzierung der Österreicher verzeichnete Matthias Gröll (39. Platz), dicht gefolgt von Mathias Peter (beide haderten mit kleinen Unsicherheiten bzw. falschen Routenwahlen) und Rafael Dobnik, der mit seiner Leistung zufrieden war. Alle drei reihten sich am Ende innerhalb von elf Sekunden in der Ergebnisliste ein. „JWOC-Neulinge“ Emanuel Braun und Dominik Jandl kommentierten ihre Läufe mit „sau zach“. Mani (101. Platz) war aber mit seiner Leistung zufrieden im Gegensatz zu Dominik (120. Platz).

Die Sieger des heutigen Sprints kamen aus der Schweiz (Simona Aebersold) und dem weit entfernten Neuseeland (Tim Robertson). Die weiteren Spitzenplätze holten sich OL-Topnationen.

Aus nationaler Sicht lässt sich zusammenfassend feststellen: Für österreichische LäuferInnen ist es im Sprint sehr schwierig, Spitzenplätze zu erzielen. Diese Tatsache konnte man auch schon bei der Jugend-Europameisterschaft feststellen, als das österreichische Team im Sprint generell gesehen weiter zurück lag, als bei den Bewerben im Wald.
Aber genau das motiviert uns für die kommenden Aufgaben. Unser Ansatz für die Mittel- und Langdistanz sowie Staffel ist: Im Wald Vollgas geben und den Gegnern zeigen, dass wir besser sind, als vielleicht beim diesjährigen JWOC-Sprint gezeigt. 

Ergebnisse:

D-20:

1. Simona Aebersold (SUI)
2. Heidi Martensson (NOR)
3. KaroliinaUkskoski (FIN)
….
56. Johanna Trummer
61. Martina Walch
76. Anika Gassner
99. Carina Polzer

H-20

1. Tim Robertson (NZL)
2. AleksiNiemi (FIN)
3. Algirdas Bartkevicius (LTU)

39.
Matthias Gröll
42. Mathias Peter
47. Rafael Dobnik
101. Emanuel Braun
120. Dominik Jandl

Weiteres Programm der JWOC 2015:

Mo, 6.7.: Mittel Qualifikation
Di, 7.7.: Mittel Finale
Do, 9.7.: Langdistanz
Fr, 10.7.: Staffel

Fotos: Florian Kurz

Veranstaltungshomepage

von Hanni Trummer Und Florian Kurz in Leistungssport OL

6. Juli 2015