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Ski-O Wettkämpfe Pertisau: Austria Cup, ÖM und SOT

in einem Winter wie früher: mit Unmengen Schnee, mal Sonne, mal Schneetreiben war die Reise nach Pertisau eine Zeitreise in die Kindheit, als die Straßen schmal und die Schneewände hoch waren.

Doch die herzerwärmenden Bilder mussten durch Einsatz bis zur Erschöpfung vom Veranstalterteam bezahlt werden . War die Präparieung des Spurensystems im grundlosen Schnee in der kurzen Schönwetterperiode schon eine Herkulesaufgabe, so beanspruchten die neuerlichen nächtlichen Schneefälle Mensch und Gerät über die Maßen. Umso größer muss die Dankbarkeit sein und alle Ehre Klaus Zweiker und seinem Team schon an dieser Stelle.

So konnten wir am Samstag an einem Sprint auf dem Golfplatz, und sonntags an der Langdistanzmeisterschaft teilnehmen, bei dem jedem Ski-O Fan nur das Herz aufgehen konnte. Ein sehr hoher Anteil an schmalen Spuren machte es den nicht so versierten Langläufern durchaus schwer, entschädigte aber Alle mit einem Ski-O, wie er sein sollte: Kreuzung links. Kreuzung rechts. Kreuzung links oder rechts?

Und das in einem wie dafür geschaffenen Gelände, einem Lärchenwald, in dem man unendliche Spurenvarianten legen könnte und möchte. Dort fand  am Samstag nachmittags der Sprint bei freundlichstem Winterwetter und angenehmen Temperaturen statt. Das Starterfeld wurde aufgewertet durch eine starke Schweizer Delagation und einzelne Eliteläufer, wie Stanimir Belomazev, die der Veranstaltung noch zusätzlichen Glanz verliehen.
Am Sonntag verzögerte sich die Österreichische Meisterschaft zunächst durch liegengebliebenes Gerät, nachdem die Organisatoren sich vorher schon die Nacht mit einer Verkürzung der Bahnen und der Anpassung an die Wetterbedingungen um die Ohren geschlagen hatten. Es wurde ein ebenso interessanter wie herausfordernder Lauf, der im dichten Schneetreiben endete. Als die letzten Läufer das Ziel erreichten , machten sich die Eliteläufer der SkiO-Tour und die Teilnehmer der Staatsmeisterschaft gerade zum Massenstart bereit. Roland Fesslhofer und Anna Simkovic krönten sich dabei zu den neuen Staatsmeistern, wobei letztere sich erst im Zielsprint um eine Sekunde gegen Antonia Erhart durchsetzen konnte. Leider unbemerkt vom Publikum, dass im dichten Schneegestöber schon den Weg nach Hause in Angriff genommen hatte. So blieb eine respektable Leistung hinter den internationalen Topathleten (Sieger Sergey Gorlanov und Marija Kechkina) zunächst ungewürdigt.

Dank also Allen, die diese Veranstaltung und die Ski-O Tour organisiert und ermöglicht haben, die immer ein Aushängeschild im Ski-O Kalender ist, leider aber – man möchte schon an einen Fluch glauben – zu oft von massiven Schneefällen massiv beeinträchtigt wird.

Dank auch an alle treuen Teilnehmer, die die unwirtlichen Fahrbedingungen im ganzen Land ebenso auf sich genommen haben, wie die erforderlichen Verschiebungen. Lediglich bei der Siegerehrung wurde mit den Füßen abgestimmt, als nur mehr ein kleines Häufchen ausharrte und hier die diesbezüglichen Anstrengungen des Veranstalters keine Würdigung fand.

von Josef Zapletal

15. Januar 2019

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