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Sensationeller Abschluss der EMTBOC -5.Platz für Marina Reiner im Massenstart-Bewerb

Der letzte Wettkampf der diesjährigen Europameisterschaft im MTBO war der Massenstart.
Die Organisatoren versprachen eine spannende Bahn mit vielen Gabelungen und Routenwahlen. Da diesmal bei allen Wettkämpfen „quer gehen“ erlaubt war, waren wir schon gespannt, denn die Beschreibung der Wege ging von „sehr schnell und gut zu befahren“ bis „mit viel Freude von Wildschweinen umgegraben“ (=unfahrbar bzw. überdurchschnittlicher Kraftaufwand notwendig!). Sich mit dem Fahrrad quer durch das Gemüse zu wagen, erforderte in manchen Situationen jedoch auch eine große Portion Optimismus und Mut. Und dennoch wundert man sich, aus welchem Gestrüpp so mancher Biker auf den Weg stolpert – ob es schlussendlich die schnellere Routenoption war, bleibt dahingestellt.

Das Rennen der Herren startete zuerst. Tobias Breitschädel hatte etwas erschwerte Startbedingungen. Eine seiner Bremsen wurde 8 Minuten vor dem Start durch ein unglückliches Manöver einer Athletin beschädigt und so wurde – mit Hilfe der Tschechischen, Schweizer und Italienischen Betreuer – das Ersatzrad (ein Betreuermountainbike mit sehr geringer Wettkampftauglichkeit) in Windeseile bereitgemacht und bestmöglich upgegraded, damit zumindest ein Start möglich war – und es war zwei Minuten vor Start einsatzbereit!
Das Rennen der Herren ging sehr knapp aus. Es formierten sich immer wieder größere Gruppen im Wald und gegen Ende war es noch einmal sehr spannend. Kevin Haselsberger führte sehr lange das Rennen an, jedoch schlich sich ein Fehler ein und zusätzlich musste er für einen eingeklemmten Ast im Laufrad stehen bleiben. Er arbeitete sich noch einmal an die erste größere Gruppe heran, bei der Zielanfahrt war er jedoch zu weit hinten, um im abschließenden Sprint um die Diplomränge mitzufahren. Er wurde mit nur sehr knappen Zeitrückstand (6 sek hinter dem 6.Platz) hervorragender 11ter und bester Österreicher. Die anderen Österreicher hatten auf der verwinkelten Bahn mit Orientierungsschwierigkeiten zu kämpfen oder mussten defektbedingt aufgeben. Das Rennen entschied Anton Foliforov (Russland) für sich, dahinter platzierten sich Kari Kaskinen (Finnland) und Angel Garcia (Spanien).

Der Damenstart ging ohne Zwischenfälle von statten und im Wald bildeten sich sehr schnell kleinere Gruppen, die die Postensuche in Angriff nahmen. Durch unterschiedliche Routenwahlen und die verschieden langen Gabeln war kaum auszumachen, wer das Rennen anführte bzw. wie man selbst unterwegs war. Die Devise war, sich so gut es ging durchzukämpfen und alle Routenmöglichkeiten abzuschätzen und schlau zu entscheiden. Durch die warmen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit fühlte sich das Rennen doppelt so lange und steil an. Das beste Rennen aus österreichischer Sicht gelang Marina Reiner. Ihr wurde im letzten Viertel des Rennens bewusst, dass sie in den Diplomrängen liegen dürfte. Bis zum Ziel schlichen sich vor lauter Nervosität noch ein paar kleine Fehler ein, aber schlussendlich war es geschafft. Marina Reiner sicherte sich den sensationellen 5ten Platz und ihr erstes Diplom bei Internationalen Meisterschaften.
Sonja Zinkl wurde 25ste, Michaela Gigon, mit gebrochenem Sattel, 26ste. Lea Hnillicas SI versagte den Dienst und so musste sie fast alle Posten in die Karte zwicken, wurde aber in die Wertung aufgenommen.
Der Sieg im Damenrennen ging an Camilla Sogaard (Dänemark), vor Clare Dallimore (Great Britan) und Ingrid Stengard (Finnland).

Die nächsten paar Tage wird Regeneration groß geschrieben und dann geht am Wochenende nach Fronleichnam mit den nächsten MTBO-Austria Cup-Rennen im Waldviertel weiter.

 

Ergebnisse (Massstart)

Veranstaltungshomepage

von Marina Reiner in Alle News

11. Juni 2019