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EOC-Staffel: Starke 8. Plätze unserer Teams

Das letzte Rennen der diesjährigen Waldeuropameisterschaft ist geschlagen! Wieder ging es von der Arena aus in das mittlerweile vertraute Gelände. Schnelle Beine und sicheres Orientieren im diffusen Gelände war einmal mehr gefragt. Außerdem galt es, die eigenen Entscheidungen zu treffen, sich nicht von anderen Läufer:innen verleiten zu lassen und dem Kompass zu vertrauen.

Bei den Damen startete Carina Polzer stark ins Rennen und konnte wie letztes Jahr bei der WOC-Staffel in Tschechien bis zum Schluss im Spitzenfeld mitlaufen. Sie übergab an Jasmina Gassner als 6. Nation. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte die Wienerin ihre Stärken ausspielen und schickte Johanna Trummer in einer guten Ausgangsposition (Rang 8) auf die Schlussstrecke. In mitten der weltbesten Athletinnen absolvierte die Grazerin ein starkes Rennen und konnte Platz 8 über die Ziellinie bringen. Radek Novotný meinte unmittelbar nach dem Rennen: „All the three girls did an excellent job today, except for one bigger mistake. Without this – even a top-6 position would have been possible.“ Der Sieg bei den Damen ging an das favorisierte schwedische Team. Silber an Tschechien und Bronze an Norwegen.

Nach den Damen waren die Herren an der Reihe, die noch nicht erkundeten Gebiete zu belaufen. Die Österreicher starteten mit Robert Merl in die Entscheidung. Der Henndorfer konnte eine stabile Leistung abrufen und übergab mit knapp zwei Minuten Rückstand an Gernot Ymsén. Bis auf kleine Unsicherheiten navigierte der Routinier in gewohnter Form schnell und verlässlich durch das Gelände. Auf Platz 10 liegend übernahm Mathias Peter von Ymsén, wobei die Chance auf eine bessere Platzierung bestand. Die Spannung im Ziel bei den österreichischen Athlet:innen nahm nach und nach zu, als der Grazer Belgien überholte und zum Schluss auch noch an Litauen vorbeisprinten konnte. Schließlich platzierte sich die österreichische Herrenstaffel, ebenso wie die Damen, auf dem starken 8. Platz in der Nationenwertung. Erfreulich ist ebenso der geringe Rückstand auf die absoluten Spitzenplätze (Gold: Norwegen, Silber: Schweden, Bronze: Schweiz).

Auch Anna Nilsson Simkovics und Florian Kurz durften noch einmal EM-Luft auf der Startstrecke schnuppern. Die Wienerin schloss die EOC mit einem sehr starken Lauf ab und konnte den 8. Platz auf der ersten Strecke sichern. Florian spürte die Müdigkeit der Tage zuvor während des Rennens, konnte aber seine erste Europameisterschaft in der Elite mit einem positiven Gefühl beenden.

Martin Binder resümierte am letzten Tag folgendermaßen: „Mit etwas mehr Abstand zum heutigen Rennen machen die beiden 8.Plätze schon richtig glücklich. Anfangs war die Freude etwas getrübt, weil durchwegs die Chance bestand, die noch höher hängenden und süßeren Früchte nicht nur zu kosten, sondern auch zu ernten. Wir wollen konzentriert und effektiv weiter arbeiten, um es bei der nächsten Chance noch besser zu machen. Das gesamte Nationalteam ist irrsinnig motiviert und wir sind als Trainer stark gefordert, inspirierende Akzente zu setzen. Diesen Forderungen wollen wir gerecht werden, um weiterhin gemeinsam viel Spaß zu haben.“

Nun heißt es nach dem erfolgreichen Abschluss der EOC, Akkus wieder aufladen, gesund werden sowie bleiben und sich auf die nächsten Herausforderungen vorbereiten. Die nächste Weltcup-Runde findet Anfang Oktober in Davos (SUI) statt.

 

Alle Ergebnisse: https://eventor.orienteering.org/Events/ResultList?eventId=7518&showRelayLineups=True&groupBy=EventClass

IOF-Livecenter: https://orienteering.sport/event/orienteering-world-cup-round-2-with-european-orienteering-championships/relay/

Fotos: Melinda Ymsén, Alina Seidl

Bericht: Alina Seidl

in Leistungssport OL OL Leistungssport

7. August 2022

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