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„Nordic Orienteering Tour“ – Zwischenstand nach 3 Etappen


Erste Etappe – Oslo (Norwegen)

Die erste Etappe der zum Weltcup zählenden „Nordic Orienteering Tour“ wurde als Sprintlauf, der einige Routenwahlentscheidungen mit sich brachte, im Viertel „Ammerud“ von Oslo ausgetragen. Wie üblich hatte man aber nur ein Wörtchen um den Sieg mitzureden, wenn man auch schnell genug war. Bei den Damen konnte schlussendlich niemand Simone Niggli (Schweiz), bei den Herren niemand Matthias Kyburz (Schweiz) das Wasser reichen. Niggli gewann vor Tove Alexandersson (SWE) und den beiden ex aequo klassierten Ida Bobach (DEN) und Lina Strand (SWE). Kyburz setzte sich vor seinem Landsmann Daniel Hubmann und dem Dänen Tue Lassen durch.

Österreichs Abordnung hatte sich mehr erhofft. Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) belegte Rang 38, Robert Merl (ASKÖ Henndorf) Rang 44, Markus Lang (HSV Pinkafeld) Platz 64 und Erik Nilsson-Simkovics (OLC Wienerwald) den 66. Platz.

Kerschi zu seinem Rennen: „Orientierungstechnisch bin ich mit meinem Lauf zufrieden. Die meisten Routenwahlentscheidungen traf ich gut. Der Rückstand liegt im gewöhnlichen Bereich, nur platzierungstechnisch hätte ich mir mehr erhofft.“

Robi meinte nach dem Lauf: „Im Großen und Ganzen bin ich sowohl technisch als auch physisch zufrieden. Ich hätte mir aber ehrlich gesagt mehr erhofft. Aber es kommen noch weitere Wettkämpfe hier bei der Tour.“

Markus Statement: „Die läuferische Form war gut, leider wählte ich zwei Mal eine schlechte Routenwahl und verlor dadurch unnötig Zeit.“

Erik nach dem Lauf: „Ich fand nicht zu meinem gewohnten Flow. Die Mitteldistanz morgen liegt mir sicher besser.“

Zweite Etappe – Oslo (Norwegen)

Der zweite Wettkampftag der „Nordic Orienteering Tour“ brachte einen Mitteldistanz-Bewerb. Der Wettkampfwald nahe Oslo bot sowohl richtig forderndes skandinavisches Gelände mit vielen Steinen, schwer belaufbaren Waldböden und Sümpfen, als auch mancherorts ein dichtes Wegenetz.

Österreichs Athleten zeigten eine ähnliche Leistung wie am Vortag beim Sprint. Gernot Kerschbaumer (HSV Pinkafeld) belegte als Bester den 37. Rang. „Orientierungstechnisch war dies sicherlich ein guter Lauf. Der Rückstand hält sich in Grenzen, anscheinend hat mir die Verletzungspause körperlich aber mehr gekostet als gehofft. Ich hoffe, dass ich mich im Laufe der Tour und vor allem bis zur WM noch steigern kann.“

Robert Merl (ASKÖ Henndorf) beendete den Bewerb auf dem 48. Rang: „Wenn ich weiter vorne sein will, muss ich körperlich einfach zulegen. Generell war es heute aber ein tolles Gelände mit einer interessanten Bahn.“

Markus Lang (HSV Pinkafeld) meinte zu seinem Lauf, der ihn auf den 65. Platz brachte: „Großteils lief es recht gut, allerdings unterliefen mir vier Fehler, die mich weit zurückwarfen.“

Erik Nilsson-Simkovics kam auf den 69. Platz (OLC Wienerwald): „Abhaken, nach vorne schauen.“

Mit Carl Godager Kaas gab es einen norwegischen Heimsieg. Er siegte hauchdünn vor Gustav Bergman (SWE) und Björn Ekeberg (NOR). Bei den Damen demonstrierte abermals Simone Niggli (SUI) ihre Klasse und setzte sich klar vor Tove Alexandersson (SWE) und Mari Fasting (NOR) durch.


Dritte Etappe – Sigtuna (Schweden)

Wie in den letzten Jahren wurde auch diesmal die dritte Etappe der „Nordic Orienteering Tour“ in Form eines „Knock-Out-Sprints“ ausgetragen. Als Veranstaltungsort diente Sigtuna, unweit von Stockholm. Am Dienstagvormittag kämpften alle Teilnehmer in der Sprint-Qualifikation, im gewöhnlichen Einzelstartverfahren durchgeführt, um die lediglich 24 Halbfinalplätze. In den Halbfinal- und Finalläufen bei Damen und Herren kämpften jeweils 8 LäuferInnen im Massenstartverfahren direkt gegeneinander.

Mit einer knapp 18-minütigen Siegerzeit handelte es sich um einen eher längeren Sprintbewerb. Orientierungstechnisch konnte er als eher einfach eingestuft werden, wodurch abermals die physischen Fähigkeiten ausschlaggebend waren.

Großteils konnten Österreichs Läufer, den Rückstand betreffend, eine Steigerung gegenüber den ersten beiden Tour-Bewerben verzeichnen. Leider konnte dennoch keiner ins Halbfinale aufsteigen. Gernot Kerschbaumer schied um 17 Sekunden als 36. aus, was zeigt, wie knapp die Abstände abermals waren. Robert Merl (ASKÖ Henndorf) scheiterte ebenso als 48., wie Markus Lang (HSV Pinkafeld) als 60. und Erik Nilsson-Simkovics (OLC Wienerwald) als 69.

In den Halbfinal- und Finalläufen kam es zu sehr knappen und spannenden Entscheidungen. Im Endeffekt durften sich bei den Damen Emma Klingenberg (DEN) und bei den Herren Fabian Hertner (SUI) über einen Weltcupsieg freuen. Die weiteren Podiumsplätze gingen an Simone Niggli und Judith Wyder (beide SUI) bei den Damen sowie Öystein Kvaal Österbö (NOR) und Matthias Kyburz (SUI) bei den Herren.

Link zu Ergebnissen und GPS: http://www.nordicorienteeringtour.com/live

Link zu Zwischenzeiten: http://www.obasen.nu/winsplits/online/en/default.asp?page=classes&databaseId=25943

von Gernot Kerschbaumer in Leistungssport OL

5. Juni 2013