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Herbstsaisonauftakt auf der Turracher Höhe

Das selektive Gelände machte für viele aus der Mitteldistanz schon fast eine Langdistanz. Die Startreihenfolge der Elite machte das Rennen spannend bis zum Ende und tatsächlich holten sich die letzten Starter Ursula Kadan und Christian Wartbichler die Goldmedaillen. Beide in souveräner Manier mit einem Vorsprung von mehreren Minuten – Ursi siegte vor Lucie Rothauer und Anja Arbter, Warti holte Helmut Gremmel ein und beide profitierten von der gemeinsamen Arbeit, sodass sogar noch Silber für Helmut rausschaute. Bronze ging an Wolfgang Siegert vom WAT.

Am nächsten Morgen erlebten wir eine der spannendsten Bundesländerstaffeln der letzten Jahre mit toller Atmosphäre, ein Zuschauerposten mit Schmetterlingen sorgte dann dafür, dass man die Läufer länger sah. Ging es bei der Mitteldistanzmeisterschaft hauptsächlich in die Steiermark, spielte sich der Großteil der Bundesländerstaffel im kärntnerischen Teil der Turracherhöhe.ab. Schnellere und besser belaufbare Geländeabschnitte sorgten auch für schnellere Kilometerschnitte. Trotz allem kann man von der längsten Bundesländerstaffel aller Zeiten sprechen, aber das Gelände war es wert. Das ausgeklügelte Gabelungssystem machte ein reines Nachlaufen fast unmöglich. Von Anfang an gab es das erwartete Kopf an Kopfrennen zwischen Wien, das mit 15 Teams an den Start ging, und der Steiermark. Ab Teilstrecke 4 setzten sich die Steirer ab und holten sich wieder den Sieg. Wien landete auf Platz 2 und nach zusätzlichem Warten stand auch knapp vor der Siegerehrung Platz 3 für Niederösterreich fest.

Die Wettbewerbe waren bestens von den Wettkampfleitern Karin und Christian Walch und Thomas Krejci organisiert. Kenianische Läufer, die auf der Turracherhöhe ihr Camp aufgeschlagen haben und interessierten Läufern Einblick in den „way of life and training“ und andere Freiwillige halfen bei der Durchführung der Monsterveranstaltung eifrig mit und auch das Wetter trug zu einem gelungenen Wettkampf bei.

Bei einem von den Kenianern betreuten Stand konnte man diverse Souvenirs erwerben und auch kenianische Speisen testen. Eine Episode noch am Rande: bei der Anreise zum Postensetzen am Sonntag blieb der Bus mit Bahnleger und kenianischen Mitarbeitern in einer Kuhherde für 20 min stecken. Die Kühe vorne konnten nicht weiter, da ein Kuhgitter am Boden die Herde blockierte. Der Bahnleger und ein paar Kenianer versuchten die Kühe von vorne mit Stöcken zu vertreiben, wobei der Bahnleger mit einem Fuß zwischen die Stäbe des Gitters rutschte. Aber letzten Endes hatte er Glück im Unglück, nur ein starker Bluterguss und einige Schrammen erlaubten es ihm dann noch seine 20 Posten im Gelände unterzubringen.

Fotos: Erik Adenstedt

Weitere Fotos von Christian Knapp

von Wolfgang Pötsch in Leistungssport OL

11. September 2013