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WSOC 2024: Interview mit Tobias Habenicht

Tobias Habenicht, Foto Rainer Burmann
Tobias Habenicht, Foto Rainer Burmann

Von 21. bis 27. Jänner 2024 findet in Ramsau am Dachstein die Weltmeisterschaft im Ski-Orientierungslauf statt.

19 Nationen sind bereits gemeldet, darunter auch Österreich mit einem starken Team.

Tobias Habenicht, Mitglied des österreichischen Ski-O-Elitekaders, hat bereits beim Ski-O-Weltcup 2023 auf der Tauplitzalm sein großes Potenzial gezeigt.

Im folgenden Interview erzählt er mehr über sich und seine Ambitionen im Ski-O sowie das Wettkampfgebiet für die Ski-O Weltmeisterschaft:

  • Was bedeutet für dich Ski-O?

Tobias Habenicht: Meine Eltern haben mich und meine beiden Schwestern von klein an zum Langlaufen bzw. Orientierungslaufen gebracht. Ski-O war daher schon immer Teil meines Lebens und hat mir auch immer sehr viel Freude bereitet. Nachdem ich mich einige Jahre lang ausschließlich auf den Speziallanglauf konzentriert habe, bin ich froh, jetzt wieder beim Orientierungslauf zurück zu sein. Das Schöne an diesem Sport ist, dass man sich ständig verbessern kann und in jedem Wettkampf vor einer neuen Herausforderung steht.

  • Wie hast du für die Saison trainiert? Wie ist die Vorbereitung verlaufen?

Tobias: Meine Vorbereitung ist so weit gut verlaufen. Ich habe versucht, möglichst viele OL-Karteneinheiten zu absolvieren, und bin bei einigen Austria Cups am Start gestanden. Zusätzlich war es eine große Motivation, mit dem Team der SU Klagenfurt um Medaillen bei den Meisterschaftsbewerben mitzukämpfen. Die gemeinsamen Trainingslager mit dem Ski-O Team waren auch sehr lehrreich. Jarrko Urpalainen (ÖFOL Ski-O Nationaltrainer) hat die Qualität der Trainings definitiv auf ein höheres Niveau angehoben, wovon die Mannschaft sicher profitieren wird. Jetzt gilt es noch, sich den Ski-O-spezifischen Feinschliff auf Schnee zu holen. Das abschließende Trainingslager in Finnland hat mir letztes Jahr enorm geholfen.

  • Welche Erwartung hast du an die Wettkämpfe in Ramsau?

Tobias: Die Ramsau bietet als Wettkampfstätte die perfekten Rahmenbedingungen, um eine großartige Weltmeisterschaft auszutragen. Die Höhenlage und das weitläufige Hauptloipennetz werden uns als Mitteleuropäer sicher in die Karten spielen. Wie immer kann man aber trotzdem damit rechnen, dass die Skandinavier die Wettkämpfe dominieren werden.

  • Welches Wettbewerbsformat bevorzugst du? Was sind deine Stärken?

Tobias: Umso länger, umso besser, wobei für mich jeder Wettkampf die gleiche Bedeutung hat. Das Langlaufen ist klar meine Stärke, daher traue ich mir immer zu, mit einer konzentrieren Leistung um die Spitzenplätze mitzukämpfen.

  • Was wird wichtig sein, um 2024 erfolgreich zu sein?

Tobias: Ich erhoffe mir durch Jarkko eine detailreichere Vorbereitung auf die WM als in den vergangenen Jahren, um mit einem klareren Plan in die Wettkämpfe starten zu können. Allgemein möchte ich aber einfach meinem Konzept treu bleiben und in jedem Wettkampf Posten für Posten abarbeiten.

  • Welche Erwartungen hast du?

Tobias: Aufgrund meiner letztjährigen Ergebnisse sollte eine Top 6 Platzierung auf jeden Fall möglich sein. Es gilt aber gesund am Start zu stehen und persönlich eine gute Leistung abzuliefern. Auf jeden Fall bin ich sehr motiviert und freue mich auch eine spannende Heim-WM.

  • Wie ist die letzte Saison verlaufen?

Tobias Im Großen und Ganzen bin ich mit der vergangenen Saison zufrieden. Mit den Plätzen 10 und 6 gleich zum Weltcupauftakt habe ich mich selbst positiv überrascht. Allgemein habe ich mich der absoluten Weltspitze wieder deutlich angenähert.

Körperlich war es leider ein schwerer Winter, weil ich ab September immer wieder mit Erkrankungen kämpfen musste und daher nie geplant trainieren konnte. Dementsprechend habe ich mich auch in keinem Wettkampf körperlich 100-prozentig fit gefühlt.

Headerbild: Rainer Burmann

Event-Website

Tipp:

Sprint (23. Jänner 2024) und Verfolgung (24. Jänner 2024) werden live auf ORF Sport plus übertragen!

in Ski-O Leistungssport

30. Dezember 2023